»Rondo à la(t) Mondo« ein voller Erfolg

 Das von der Liz-Mohn-Stiftung preisbelohnte integrative Tanz- und Musik-Projekt „Rondo à la(t) mondo“ von städtischem Kinderhort, Alexander-von-Humboldt-Schule und musikkulturschule (alle Lauterbach) hat in zwei Aufführungen sein großes Publikum dazu gebracht, nicht nur im Stehen tosend zu applaudieren, sondern am Schluss auch mitzutanzen. Die Rondo-Musiker (unter der Leitung von Wolfgang Scharrer) und Rondo-Tänzer (unter der Leitung von Christin Böschen) bestanden aus Kindern (Kinderhort), Schülern (AvH-Schule) und Musiklehrern (musikkulturschule) aus rund 12 Nationen. 55 aktive Teilnehmer aus den beteiligten Institutionen erlebten ein rundherum gelungenes Projekt und konnten wichtige Erfahrungen sammeln. Annette Deibel von der musikkulturschule sprach in der Begrüßung des Publikums davon, dass die Idee des Projektes sei, gerade in den kulturellen Unterschieden aller Teilnehmer eine Quelle der Lebensfreude zu entdecken und diese in Musik und Tanz auszudrücken. So könnten sich schnell Begriffe wie „fremd und unbekannt“ sowie „eigen und bekannt“ auflösen, wenn man das Eigene mit anderen teilt. „Heimat“ können Orte und Menschen sein, „Heimat“ ist aber vor allem ein Platz im Herzen, ein Gefühl - und dieses kann man besonders gut in Musik und Tanz ausdrücken und teilen. Gemeinsam führten sie in Rondo-Form mit Kreistänzen und – liedern in einige der internationalen Heimatländer der Beteiligten, landeten aber immer wieder mit dem Lauterbacher Strumpfwalzer in der lokalen Heimat zwischen. Choreographin Christin Böschen fungierte als „Reiseführerin“ und begleitete Publikum und Akteure gelungen durch die beiden Aufführungen. Morgens für sieben Schulklassen, am Abend für alle Eltern und Familienmitglieder sowie Interessierte. Am Ende tanzte jedes Mal der ganze Saal Arm in Arm. Nicht zuletzt auch wegen des grandiosen Rondo-Orchesters, das aus Schülern der AvH-Schule und Lehrkräften der musikkulturschule aus sechs Nationen bestand. Da nicht für alle Tänze geeignetes Notenmaterial zur Verfügung stand, hatte Orchester-Leiter Wolfgang Scharrer zum Beispiel für die Polonaise (Polen) und den Halay (Türkei) die Notierung aus Musikstücken „herausgehört“ und passend individuell für die einzelnen Musiker im Rondo-Orchester arrangiert.

Das Projekt wurde nicht nur von der Liz-Mohn-Stiftung unterstützt, sondern bekam auch viel Hilfe vor Ort. Sowohl der Verkehrsverein Lauterbach e.V. als auch der Förderverein des Kinderhortes e.V. trugen mit Spenden zum Gelingen bei. Das Team des Kinderhortes um Leiterin Edith Becker war ein organisatorischer Pfeiler des Rondo-Projektes. Monika Fatum von der Lauterbacher Trachtengilde half beim Erlernen des Strumpfwalzers, Sevgi Tosun beim Erlernen des türkischen Halay und Ute Kirst vom Förderverein gestaltete unter Anderem das farbenfrohe Äußere des Multi-Kulti-Projektes, Eichbergschule und AvH-Schule stellten die Räume für Proben und Aufführungen zur Verfügung, und viele(s) mehr. Am 4. Juli soll das Rondo-Projekt zum 25-jährigen Jubiläum des Kinderhortes nochmals aufgeführt werden.